La Fortuna / Vulkan Arenal
Zweifellos ist der aktive Vulkan Arenal eines der meistbesuchtesten Ziele in Costa Rica und dementsprechend hat sich auch die touristische Infrastruktur entwickelt. Der Hauptort La Fortuna bietet heute viele Restaurants, Bars, Discos und Läden an. Zahlreiche Hotels sind in den letzten Jahren entstanden, wobei vor allem die Häuser mit direktem Vulkanblick gefragt sind. Obwohl der Vulkan permanent aktiv ist, können nicht immer die atemberaubenden Eruptionen gesehen werden. Der Koloss hat auch Ruhephasen, auf welche dann nach einigen Wochen oft eine grössere Eruption folgt. Oft ist aber auch während Wochen jede halbe Stunde eine Eruption zu bestaunen. Das Wetter spielt bei diesem Schauspiel natürlich eine wichtige Rolle, denn wenn der Vulkan in Wolken gehüllt ist, kriegt man von den Eruptionen nur das ohrenbetäubende Donnern mit.
Ein aktiver Vulkan birgt auch seine Risiken, was jedem Besucher bewusst sein muss. Es ist deshalb unerlässlich, dass alle Gäste die Hinweis- und Warnschilder sowie die Instruktionen der Guides ernst nehmen. Beim Vulkan Arenal sind es nicht die Eruptionen, welche Gefahr bringen können. Da der Vulkan ständig Druck ablässt, sind die Vulkanologen überzeugt, dass es zu keiner grösseren Erruption kommen kann, welche für Anwohner und Gäste gefährlich werden kann. Eine grössere Gefahr stellen die sogenannten pyroplastischen Lawinen dar, welche entstehen, wenn Teile der Kraterwand kollabieren. Dadurch werden grosse Mengen von heissen Gasen frei, welche dann rasch die steilen Hänge des Kegelvulkanes hinabrasen und Staub und Geröll aufwirbeln. Die Temperatur im Innern einer solchen Lawine kann über 500 Grad sein und sie bewegt sich mit rund 90 km/h in die Tiefe. Die Forscher haben die Geschichte des Vulkanes bis weit zurück aufgerollt und festgestellt, dass solche Lawinen nach maximal 4,5 km zum Stillstand kommen. Es wurde deshalb ein Sicherheitsgürtel festgelegt, der unter keinen Umständen überschritten werden darf. Pyroplastische Lawinen erschienen in der Vergangenheit ca. einmal pro Jahr.
Der Vulkan ist aber nicht die einzige Attraktion in dieser Gegend. Verschiedene Thermalquellen laden zum Entspannen ein, so etwa die Tabacón Hotsprings, wo das vom Vulkan erwärmte Wasser eines Baches zuerst durch eine gepflegte Gartenanlage fliesst und später in verschiedenen Schwimmbecken gesammelt zum Baden einlädt. Dabei kann man sich unter einem Wasserfall den Rücken massieren lassen, oder in der Sitzbar im Wasser den Vulkan beobachten. Ein wirklich tolles Erlebnis. Wer es lieber rustikal hat, kann an verschiedenen natürlichen Stellen des Flusses mit der nötigen Vorsicht baden gehen. Wir müssen Sie allerdings darauf aufmerksam machen, dass die Thermalbäder am Rande der Gefahrenzone für pyroplastische Lawinen liegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine solche Lawine bis dahin vordringt, ist sehr gering, aber vorhanden. Von den Tabacón Hotsprings wurde ein Notfallplan erarbeitet, wonach die Besucher des Bades innerhalb kürzester Zeit evakuiert werden können.
Der Besuch der Tabacón Bäder erfolgt auf eigenes Risiko der Kunden und LatinoTours lehnt jede Haftung ausdrücklich ab.
Ab La Fortuna gibt es noch weitere interessante Ausflüge zu unternehmen. Dazu gehören zum Beispiel Wanderungen auf den Lavafeldern im Arenal Nationalpark, Mountainbike-Touren, Reitausflüge, Riverrafting, der Besuch der Venado Höhlen, Wandern oder Reiten zu einem Wasserfall im Dschungel, oder aber eine Bootsfahrt im Caño Negro Schutzgebiet zum Beobachten von Krokodilen, Affen, Faultieren und Vögeln. Die Ausflüge können entweder im Voraus oder vor Ort im Hotel gebucht werden.
Das Interbus-System bedient das La Fortuna ab/zu folgenden Destinationen: San José, Tamarindo, Papagayo, Sámara, Liberia, Rincón de la Vieja, Monteverde, Jacó, Quepos/Manuel Antonio, Puerto Viejo de Sarapiquí und der Karibikküste.





