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Mit der Entdeckung des Seewegs nach Amerika durch Christopher Kolumbus 1492 begann die Eroberung des amerikanischen Kontinentes durch die "Conquistadores". Das Ziel der Christianisierung mischte sich mit der Suche nach Gold und Sklaven, und innerhalb kürzester Zeit unterwarfen die Eroberer den gesamten südamerikanischen Kontinent. Im Jahre 1535 startete der Spanier Diego de Almagro die Eroberung Collaos, eines Teils des in vier Provinzen geteilten Inkareiches. Dieser Teil umfaßt das heutige Bolivien. Die spanische Eroberung zerstörte das politische und soziale System der Inkas.
Die Berichte über die Schätze im Inkareich zogen im Laufe der Zeit zahllose Abenteurer an, die Lima zur Hauptstadt des neuen spanischen Vizekönigreiches Peru machten, dem zunächst auch das heutige Territorium Boliviens als "Hochperu" (Alto Perú) angehörte. Im Jahre 1545 wurden reichhaltige Silbervorkommen im "Cerro Rico" von Potos entdeckt. Diese Region wurde zum Zentrum des Silberabbaus in Amerika und das "Charcas" genannte Gebiet eines der wichtigsten Zentren der kolonialen spanischen Wirtschaft.
Schon 1559 wurde La Plata Hauptstadt der "Audiencia von Charcas" im Vizekönigreich Peru. 1610 war Potosí mit 160.000 Einwohnern die größte Stadt Lateinamerikas, in der immer mehr Menschen ihr Glück im Silberbergbau suchten. Die zahlreichen neuen Einwanderer schleppten aber Infektionskrankheiten ein, denen viele Indianer zum Opfer fielen. Die Zahl der Einheimischen verringerte sich drastisch, verstärkt noch durch die Arbeit in den Bergwerken.