ca. 13.000 v. Chr.
Erste Besiedlungsspuren im Norden Chiles werden auf 13.000 v.Chr. datiert. Die Wanderungsbewegung erreichte den Süden vermutlich um 10.000 v.Chr. Darauf verweisen die ältesten Mumienfunde der Welt . (Chinchorro-Kultur in Arica).
300 n. Chr.
Nordchile befand sich unter dem Einfluss der Tiahuanacu-Kultur. (Bolivien-Titicacasee)
1470
Inkas stoßen bis zum Rio Maule (Fluss) in der Zentral-Region vor und drängen die einheimischen Mapuche zurück.
1536
Die spanische Kolonialzeit beginnt mit der Expedition von Diego de Almagro. Er startete von Cuzsco in Peru, scheiterte jedoch.
1541
Der Spanier Pedro de Valdivia bricht zu einer zweiten Expedition auf, die zur Gründung Santiagos führt. Auch La Serena (1544), Concepción (1550) und Valdivia (1552) werden durch ihn gegründet.
1609
Die Provinz Chile wird zum Generalkapitanat erhoben.
Bis 1778...
...unterstand Chile dem Vizekönigreich Peru. Kriege der Spanier gegen die aufständischen Ureinwohner, die Araukaner, prägten die Kolonialzeit. Erst Mitte des 19. Jh. musste sich der letzte Araukanerstamm, die Mapuche, der Kolonialmacht beugen. Aufgrund fehlender Edelmetallvorkommen entwickelte sich in Chile der Großgrundbesitz.
1810 – 1818
Am 18. September 1810 wurde der spanische Gouverneur des Landes verwiesen und es begann der Unabhängigkeitskampf unter Bernardo O´Higgins. Den Spaniern gelang es jedoch 1814 den Aufstand niederzuschlangen. Dennoch feiert man in Chile diesen Tag als den offiziellen Unabhängigkeitstag.
12.02.1818
Durch Unterstützung des argentinischen Generals José de San Martin gelingt es Chile unabhängigkeit von Spanien zu erreichen. Es folgt die Unabhängigkeitserklärung, eine republikanische Verfassung. Autoritäre und liberale Regierungen wechseln jedoch in rascher Folge. Es beginnen die ersten Gegensätze zwischen liberalen-reformfreudigen und konservativ-aristokratischen Kräften.
Mitte des 19. Jh.
Durch Ansiedlung von Einwanderern aus Europa (vor allem aus Deutschland) erreichte Chile im Süden ab der Mitte des 19. Jh. die endgültige Unterwerfung der Araukaner. Es folgte die größte Einwanderungswelle des Landes. Europäische Einwanderer sollten den Süden Chiles urbar machen.
Ende 19. Jh.
Wirtschaftlicher Aufschwung; Salpeterboom verschafft Chile vorübergehend eine wirtschaftliche Monopolstellung.
1879 – 1884
Salpeterkrieg um die Schürfrechte in der Atacama-Wüste; Chile bewahrt das Salpetermonopol und erobert von Peru die Provinz Tarapacá sowie von Bolivien Tacna und Antofagasta.
Damit besass Chile praktisch das Weltmonopol für Salpeter, einen Grundstoff für die Herstellung von Schiesspulver, vor allem aber auch ein effektives Düngemittel. Auf dieser Grundlage erlebte das Land seine wirtschaftliche Blütezeit.
Durch die Erfindung künstlicher Verfahren zur Stickstoffherstellung wurde das Salpetermonopol wertlos. Chile stürzte in eine schwere wirtschaftliche Krise.
60er Jahre
Gesellschaftlicher und sozialer Wandel: Der christdemokratische Präsident Eduardo Frei Montalva leitet tiefgreifende soziale Reformen ein: Enteignung großer Latifundien; Teilnationalisierung des Kupferbergbaus. Die soziale Situation verschaffte der Arbeiterbewegung Zuwachs.
Streiks und soziale Unruhen kennzeichneten die folgenden Jahre. Hinzu kam noch das große Erdbeben von 1960.
1970 – 1973
Salvador Allende
Kam beim Putsch des Militärs am 11. September 1973 unter ungeklärten Umständen ums Leben.
Polarisierung der chilenischen Gesellschaft, die sich durch den Sieg von Salvador Allende 1970 (Unidad Popular) bei den Präsidentschaftswahlen zuspitzt. Allende verstaatlicht die Schlüsselindustrien, Banken und Versicherungen; die von Frei eingeleitete Agrarreform führt er weiter.
Abrupte und massive Umgestaltung Chiles in Richtung einer sozialistischen Gesellschaft stößt auf inneren (fehlende parlamentarische Mehrheit) und äußeren Widerstand (vor allem US-Konzerne); zahlreiche Streiks und Versorgungsengpässe.
Nicht zuletzt durch die von der USA angeführte Blockadepolitik verschlechterte
sich die wirtschaftliche Lage schnell. Die Kupferpreise verfielen und aus-
ländische Investoren zogen sich zurück.
11.09.1973
Putsch der Streitkräfte (durch Unterstützung der CIA), in dessen Verlauf der Sitz des Präsidenten gestürmt wird und Staatspräsident Allende unter ungeklärten Umständen zu Tode kommt. Aus dem Kreis einer Militärjunta geht General Augusto Pinochet Ugarte als Chef und Ende 1974 als neuer Staatspräsident hervor.
Pinochet regiert nach innen mit eiserner Faust: politisch Andersdenkende werden verfolgt, Tausende von der Geheimpolizei gefoltert und ins Exil getrieben, über 3.000 Oppositionelle werden ermordet oder verschwinden. Etwa 200.000 Chilenen flohen ins Exil. Pinochet löste das Parlament auf, setzte die Verfassung ausser Kraft, verbot alle Parteien.
Wirtschaftlich implementierte Pinochet ein konsequent lieberales Wirtschaftsmodell: Reprivatisierung, Streichung staatlicher Subventionen, Öffnung der Grenzen, freie Konvertierbarkeit des Pesos.
Beginn der 80er Jahre
Erarbeitung einer neuen Verfassung, die über das Ende der Militärherrschaft hinaus die innere Stabilität des Landes sicherstellen und die Demokratie beschränken soll.
Oktober 1988
Als in den achtziger Jahren die Rezession auch Chile erfasste, verlor Pinochet auch die Unterstützung der konservativen Kreise. Unter innerem und äußeren Druck konzediert Pinochet schließlich ein Referendum über die Verlängerung seiner Amtszeit um weitere 8 Jahre, die von der Mehrheit der Wähler abgelehnt wird. Konstitutiv für die Redemokratisierung des Landes erweist sich das breite politische Oppositionsbündnis der "Concertación de los Partidos por la Democracia", das auch in den Folgejahren das politische Fundament der demokratischen Regierungen unter Patricio Aylwin und Eduardo Frei Ruiz-Tagle bildet.
1989
Bei der darauf folgenden Präsidentschaftswahl 1989 siegte Patricio Alwin Azócar (1990-1994) vom Mitte-Links-Bündniss Concertación por la Democraciá. Unter ihm kehrte Chile zu einer demokratischen Regierungsform zurück.
1990 – 1994
Präsident Aylwin gelingt es, in seiner 4-jährigen Amtszeit die Grundlagen für Aussöhnung und Stabilität zu schaffen.
1994 – 2000
Präsident Eduardo Frei Ruiz-Tagle setzte den eingeschlagenen Weg fort und modernisiert Staat und Verwaltung, die Altersversorgung sowie das Gesundheits- und Erziehungswesen. Das solide Wirtschaftswachstum – im Durchschnitt ca. 7 % - erlaubt darüber hinaus eine kontinuierliche qualitative Verbesserung der Infrastruktur des Landes (Straßen, Schienen, Häfen und Flughäfen).
17.12.1997
Chile wird assoziiertes Mitglied des Mercosur.
1998
Die Aufarbeitung der Menschenrechtsverbrechen des Pinochet-Regimes wurde durch die Tatsache behindert, dass der ehemalige Diktator bis 1998 den Oberbefehl über das Militär innehatte. Die Ernennung zum Senator auf Lebenszeit garantierte Pinochet 1998 die Immunität im eigenen Land.
Er wurde jedoch während eines Krankenhausaufenthaltes in Grossbritannien auf Ersuchen Spaniens hin verhaftet, das ihn der Ermordung von 100 Spaniern bezichtigte.
16.01.2000
Sozialdemokrat Ricardo Lagos (PPD) wird im 2. Wahlgang zum neuen Präsidenten gewählt, Amtsantritt: 11.03.2000.







